Powersliders Blog

WoMo Kroatien 2015, 12.-14. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 28. Mai 2015

Sonntag 24.5. – 110km von Trogir nach Murter

Die ganze Nacht hatte es wie aus Eimern geschüttet. Wir haben ein wenig die Nase voll vom Touristenrummel auf den Camping Rozac, ständig klappert jemand mit Spülgeschirr und dauernd fährt jemand mit dem Auto oder Wohnmobil vorbei und wir hatten einen doofen Platz mittendrin ohne Sonne und Sicht auf’s Meer, wir wollen weiter. Leider ist heute morgen der Rezeptionscomputer ausgefallen und Conny muss ewig anstehen zum Bezahlen, währenddessen nutze ich die Zeit und mache den Frischwassertank am Wohnmobil voll und den Abwassertank leer, hinter dem vorderen Sanitärgebäude gibt es eine gut zugängliche Entsorgungsplattform. 
Irgendwann können wir endlich los und verlassen die volle Stadt Richtung Nordwesten. Wir fahren durch einige kleine Küstenörtchen und kommen nach Primošten, einem kleinen Fischer- und Touristendorf, das ursprünglich mal zum Schutz gegen die Türken auf eine Insel gebaut wurde.  

  

Heute ist es über eine kleine Landbrücke zugänglich. Wir stellen das Wohnmobil auf einem großen kostenlosen Parkplatz in der Nähe der Altstadt ab und spazieren zur Altstadt und machen viele Fotos.  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

  

Wir genießen das Meer und die entspannte, mediterrane Atmosphäre bei einem Eis. Während wir in der Stadt sind, kommt ein kurzer Regenschauer runter, wobei die Sonne die ganze Zeit scheint. Niemand stört das und wir tun so, als wenn nix wär. 😉

Nach dem Spaziergang geht es weiter durch ziemlich einsame, karstige Landschaften mit nur wenig Besiedelung. Die Stadt Sibenik sieht von der Umgehungsstraße aus nicht attraktiv aus und obwohl ein Besuch im Reiseführer durchaus empfohlen wird, lassen wir sie links liegen und fahren weiter auf die Insel Murter, wo wir den Camping Slanica ansteuern. Die Zufahrt dürfte nicht viel enger sein, rechts und links sind höchstens jeweils 10cm Platz.  

  

  

  

  

Die Rezeption macht erst um 15 Uhr, also in 30 Minuten wieder auf, es ist nur ein recht steiler Parkplatz an der Seite, aber mit etwas beherztem Schwung landet das Wohnmobil an Ort und Stelle. 
Wir erkunden einen geeigneten Stellplatz und finden auch einen direkt am Wasser. Nachdem die Dame von Empfang wieder da ist, bekommen wir den auch („stellt euch gern dahin, und wenn alles passt, dann kommt wieder und meldet euch an“). Nach dem Aufbauen, was mittlerweile sehr routiniert in wenigen Minuten erfolgt (Unterlegkeile drunter, damit das Auto gerade steht, dann Strom dran, Gas aufdrehen, Markise rausdrehen, Tisch und Stühle aufbauen, Halbtrockene Handtücher auf den kleinen Wäscheständer) gibt erst mal einen kleinen Imbiss und dann legt sich Conny in die Sonne und ich mache den Reisebericht und sitze im Schatten. 😉 

  

  

  

  

 

Montag 25.5. und Dienstag 26.5. – 0 km

Der Platz ist so schön, daß wir erst mal einige Gammeltage einlegen. Der Montag war etwas wechselhaft und teilweise regnerisch, wir haben viel gelesen und mittags einen kleinen Einkaufs-Spaziergang in’s Dorf gemacht, abends gab’s Cevapcici frisch vom Grill.  

  

  

  

  

  

  

Dienstag war herrlichste Sonne und blauer Himmel und Conny hat sich gebräunt, während ich im Schatten gelesen hab‘. Abends gab es – Grünkohl. Lecker! 😉

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WoMo Kroatien 2015, 10. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 26. Mai 2015

Freitag 22.5. – 74 km – von Zaostrog nach Lokva Rogoznica
Wir wollten nicht mehr länger auf der Stelle abhängen und haben uns gedacht – bei Regen kann man auch fahren. Da aber das Wetter in der Weather Pro App tendentiell im Norden schlechter aussah, sind wir nur ein kleines Stückchen gefahren. Unterwegs haben wir zwei Städchen der kroatischen Riviera beim Durchfahren näher angeguckt. Überall wird gebaut und gearbeitet, aber recht entspannt und ohne Hektik. Es gibt auch viele heruntergekommenen Gebäude und verlassene Gelände, aber auch viel Schilder, die auf Zimmer und Ferienwohnungen hinweisen. 

   

  

  

  

 Nach ca. 50km haben wir das Ende der kroatischen Riviera erreicht. Nach etwas über 70km gelangen wir nach Lokva Rogoznica, wo der Autocamp Sirena mit einem vielversprechenden dicken Schild und Standplätzen an der steilen Felsenküste lockt. Er ist in keinem unserer Reiseführer erwähnt, macht aber bei einer Besichtigung einen guten Eindruck. Bei Dauerregen stellen wir uns nur wenige Meter von einer Mauer entfernt auf einem Panorama-Stellplatz auf, hinter der Mauer befindet sich ein steiler felsiger Abhang, der direkt in’s Meer abfällt. Nachher klärt das Wetter dann doch noch etwas auf.

   

  

  

  

  

  

  

  

Der Abend vergeht mit Reisebericht schreiben und – natürlich – mit weiteren NCIS Folgen. 😉

WoMo Kroatien 2015, 8.+9. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 26. Mai 2015

Mittwoch 20.5. – Abhängen am Auto Kamp Urvala BorovaHeute haben wir den ganzen Tag einfach nichts gemacht und haben die Sonne (Conny) bzw. den Schatten unter der Markise (Marcel) genossen. 

   

  

  

  

  

 Abends bin ich noch mal eben in das eiskalte und klare Meer gehüpft und dann haben wir uns nach einer Dusche im Restaurant des Platzwirts gemütlich gemacht und in der Abendsonne eine Pleskavica und eine Pizza gegönnt. 

   

  

 Abends gab es noch ein Gläschen Wein und eingemummelt in Decken haben wir den Abend mit Reisebericht-Schreiben und über Facebook mit der Familie austauschen verbracht. 🙂 Der Wetterbericht für die nächsten Tage sieht nicht so prall aus, vor allem je weiter nördlich man kommt, also beschließen wir, erst mal einige Tage hier im Süden zu bleiben.
Donnerstag 21.5. – 0 km – Gammeltag

Heute war es tief bewölkt und regnerisch. Wir haben den zweiten Gammeltag eingelegt, erst haben wir lange geschlafen, lecker gefrühstückt, dann gelesen und Emails gemacht, anschließend bei bewölktem, aber trockenem Wetter einen langen Spaziergang zum nahegelegenen Ort Zaostrog und wieder zurück gemacht.

   

  

  

  

  

  

 Mit einer kurzen Abendessen-Unterbrechung (wir konnten sogar draußen essen) werden dann sieben Folgen NCIS auf dem Laptop geguckt. 😉 

WoMo Kroatien 2015, 7. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 22. Mai 2015

Dienstag 19.5. – 148km, Anreise Dubrovnik – Autokamp Uvala BorovaDer erste Fahrtag auf unserer Route nach Norden die kroatische Adria entlang sollte uns nicht weit führen – deswegen haben wir viel Zeit mit Aufstehen und Frühstücken. Zuerst besuchen wir nach dem Losfahren das zerstörte Luxushotel, was wir gestern vom Wasserbus aus gesehen haben. Man kann ohne Probleme das Gelände befahren und es ist nichts abgesperrt.  
  

  

  

  

  

  

Die Gebäude sind alle durch Explosionen und Brand zerstört, aber augenscheinlich nicht einsturzgefährdet. Man sieht, dass die Räume geplündert wurden, denn es wurden Kabel und Elektroausrüstung offensichtlich rausgerissen bzw. Marmorplatten aus den Böden entfernt und abtransportiert, wo die liegengelassenen benachbarten Platten unbeschädigt sind. Eine Treppe zum Badestrand hat offensichtlich einen Volltreffer abbekommen und ist völlig zerstört. Alle Außenwände sind mit Granatsplitter-Einschlägen übersät, die Dächer eingestürzt. Es herrscht durchaus Besucherverkehr, Touristen und Einheimische fahren mit Autos heran und besuchen die Szene. Am Badestrand des Hotels direkt vor den Ruinen baden einige Leute. Wir sind sehr betroffen und verlassen den Schauplatz nachdenklich.
   
           Auf der weiteren Fahrt nach Norden passieren wir den kleinen Streifen von Bosnien Herzegowina und wollen besonders schlau sein, und den Tank mit dem dortigen billigen Diesel voll machen. Aber der Tankwart macht uns mit seiner eigenen Wechselkursberechnung mit einem unverschämten 20% Aufschlag einen dicken Strich durch die Rechnung. Sein Kommentar, als wir uns beschweren „Ihr könnt ja am Geldautomaten lokale Währung abholen“. Merke: Immer in Landeswährung bezahlen, sonst wird man beschissen. Den Preis hätten wir auch an jeder kroatischen Tankstelle bekommen, solange sie nicht auf der Autobahn ist. 🙂

Auf dem Weg nach Ploče halten wir an einem der vielen Stände neben der Landstraße für lokale Produkte (es gibt an ca. zwanzig Ständen immer die gleiche Auswahl und man hat den Eindruck, daß das alles die gleichen Besitzer sind) und kaufen Orangen, Tomaten, Erdbeeren und Kirschen. 

   

 Etwas weiter finden wir einen kleinen Tommy Supermarkt und füllen die Vorräte ein wenig auf, und als wir einige km weiter einen Lidl entdecken, schauen wir da auch mal vorbei, hauptsächlich aus Neugier, und weil wir noch Salat brauchten. Das Angebot ist dem in einem deutschen Lidl verblüffend ähnlich und ca. fünfmal umfangreicher als in dem lokalen Tommy Markt, die Preise weitgehend ähnlich wie in Deutschland. Ob man die Einkommen hier dann auch genauso hoch sind?

Wir fahren wieder auf die Küstenstraße nach Norden und gelangen bei Gradaç an ein großes Schild am Straßenrand, welches die „Makarska Riviera“ http://de.m.wikipedia.org/wiki/Makarska_Riviera ankündigt. Nach wenigen Kilometern erreichen wir den Auto Camp Uvala Borova, der anscheinend noch geschlossen hat, aber der Besitzer eilt schon heran, als er uns am Eingang parken sieht. Freundlich begrüßt er uns und lädt uns ein, seinen Platz zu besichtigen. Er hat noch einen Standplatz zwischen einigen Wohnmobilen direkt am Meer frei und der Preis stimmt auch, es gibt etwas Rabatt mit der ADAC CampCard (die wir haben) und so stehen wir bald auf dem wunderschönen Platz an der Sonne. Wir bauen erst mal auf und genießen den Abend mit Selbstgegrilltem und leckerem Salat.   

             

WoMo Kroatien 2015, 6. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 22. Mai 2015

Montag 18.5. – Sightseeing in Dubrovnik
Heute haben wir uns den Wecker auf 7:30 gestellt, damit wir ohne Hektik um 10 Uhr den Wasserbus nach Dubrovnik erwischen, der nur 10 Minuten Fußweg vom Campingplatz entfernt im Hafen von Mlini abfährt. Wir haben Tickets beim Besitzer des Platzes gebucht. 

   
   Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten und führt uns an einem offensichtlich zerbombten Luxushotel vorbei. Wir beschließen, das Hotel auf der Weiterfahrt zu besuchen.
   

 Auf der Weiterfahrt passieren wir ein großes Kreuzfahrtschiff, welches in Sichtweite von Dubrovnik auf Reede liegt, vier kleine motorisierte Personenboote mit knallorangen Dächern fahren ständig zwischen Schiff und Hafen Pendelverkehr und bringen die Kreuzfahrtgäste in die Stadt und wieder zurück. 

   

 In Dubrovnik legt der Wasserbus mitten im alten Hafen in der historischen Altstadt an und man ist gleich im Kreuzfahrertrubel. 

   

  

  

  

  

  

 Auf dem Kai ist ein lautes Rufen, mit dem um geführte Touren und Exkursionen in Glassbodenschiffen usw. geworben wird. Es ist ein Riesen Touristenrummel und wir flüchten erst mal in die Stadt in eine Seitengasse. Nach kurzem Weg an der hohen Stadtmauer entlang kommen wir auf einen kleinen Platz, wo wir bei einem Souvenirstand eine kleine Faltkarte der Altstadt kaufen. Damit bewaffnet streifen wir durch den Nordteil der Altstadt mit ihren kleinen, von hohen alten Häusern umgebenen Gässchen. Die Stadt ist komplett umschlossen von einer hohen Stadtmauer, man kann nur durch drei Tore und durch das Hafentor betreten.
Am Nordtor verlassen wir die Altstadt, um sie sich mal von außen anzusehen und entdecken die Seilbahn, die auf einen ca. 500m hohen Berg über der Stadt hoch fährt. Wir kaufen am Tor zwei Tickets und gehen zur wenige 100m entfernten Talstation, aber es ist eine sehr lange Warteschlange mit Kreuzfahrt-Touristen davor und wir beschlossen, später am Tag nochmal wieder zu kommen. 

Wieder in der Stadt gehen wir durch’s Nordtor und halten einen Moment an einer großen Mahntafel inne, die sehr beeindruckend und detailliert dokumentiert, welche Schäden die Belagerung und der Beschuß mit tausenden Granaten der Stadt durch die Serben im Winter 1991/92 angerichtet hat.  

 Anschließend machen wir uns erneut in’s Gässchengewühl und finden eine kleine Konoba (http://www.kroatien-lexikon.de/Konoba), die aber erst in einer halben Stunde öffnet.  

 Wir beschließen, uns die Zeit mit der Erkundung der Altstadt zu vertreiben und sind pünktlich wieder da, und bekommen auch einen schattigen Platz auf der von Wein überschatteten Terrasse und genießen ein super Mittagessen.  

  

 Danach muß ein Verdauungsspaziergang her und wir gehen herunter zum Onofribrunnen und entern die Höhe Stadtmauer an einer der drei möglichen Stellen. Nach dem obligatorischen Eintritt hat man einen wirklich tollen Ausblick über das Dächermeer und die umliegende Landschaft. Auf der Stadtmauer gilt Einbahnverkehr, man geht im Gegenuhrzeigersinn um die Stadt, da es einige enge Stellen gibt, wo es bei Gegenverkehr zu Problemen kommen würde. Wir genießen den Rundgang und machen viele Fotos.
   

  

  

  

  

  

  

  

  

  

 Am Nordtor verlassen wir die Mauer und gehen noch mal zur Seilbahn, und siehe da, die Warteschlangen sind weg und wir können sofort hoch fahren. Vom Aussichtspunkt hat man ein großartiges Panorama und wir können uns gar nicht satt sehen.  

  

  

  

  

  

 Beeindruckend auch eine Collage mit Fotos von 1992, die die Kriegszerstörungen an der Seilbahn zeigen, sie wurde 2010 mit Schweizer Know-How wieder neu erbaut. 

 Zurück von der Seilbahn streifen wir noch ein wenig durch die Stadt und schauen uns die Kirche des Franziskanerklosters sowie die Basilika an, im Kloster gab es neue elektrische Kerzen, das geht ja mal gar nicht. In der Basilika konnte man Wachskerzen anbrennen, das war schon eher akzeptabel. 🙂 
Etwas erschöpft gönnen wir uns einen ziemlich teuren Aperol Spritz und machen uns dann mit dem Wasserbus wieder zurück auf dem Weg zum Campingplatz. 

  

  

  

  

  

Abends gibt es noch ein leichtes Abendessen und die obligatorische Reiseplanung und dann sinken wir hundemüde in die Betten.

WoMo Kroatien 2015, 5. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 22. Mai 2015

Sonntag 17.5. – 474km – Plitvice – Dubrovnik
Heute soll es bis nach Dubrovnik gehen, wo wir dann so richtig in den warmen, sonnigen Süden eintauchen wollen. Wir starten mit einem ausgiebigen Frühstück und machen uns abfahrbereit. Der Campingplatz ist mit 48,-€ für zwei Nächte inkl. Bustransfer zum Park und Kurtaxe ziemlich billig und wir freuen uns über die überraschend niedrigen Kosten. 
Wir fahren locker über Land in den Süden Richtung Split und bleiben auf der Landstraße über Knin, um erst bei Split selbst auf die neue und gut ausgebaute A1 zu stoßen – einmal um km, aber auch um Maut zu sparen und um die Landschaft zu genießen. Die 200km zeigen karstige, kaum bewirtschaftete grüne Landstriche mit verlassenen Dörfern und viel baufälligen Gebäuden seitens der Straße. Man hat den Eindruck, daß durch den Bau der Autobahn und möglicherweise auch durch den Krieg hier ganze Landstriche verlassen wurden. Zwischendurch kommen wir durch teilweise schroffe Mittelgebirge mit schöner Aussicht.    

     Auf der nagelneuen Autobahn zieht man beim Auffahren ein Ticket und bezahlt beim Verlassen einen ordentlichen Betrag, umgerechnet ca. 9,50 € für etwas über 100 km. Die Strecke ist einsam, kaum daß man ein anderes Fahrzeug sieht, die Streckenführung ist aber dafür tadellos, über Viadukte und Tunnel, nigelnagelneu, sanft und glatt wie ein Kinderpopo und einfach perfekt.   Bei einer Tankstelle halten wir für eine Rast und weil das Prepaid-Internet mit Tele2 immer noch nicht läuft, kaufe ich einfach für 100 kn (ca. 14,-€) 10 Tage Prepaid Internet von Vip HR, was auf den Handies immer tadellos reinkam. SIM-Karte in den Hotspot, kurz die PIN eingegeben und abgeschaltet und Zack – waren alle Geräte über Highspeed online. Endlich! 🙂 wir hören ab sofort erst einmal WDR2 im Internet Life Stream, sehr lustig, in Kroatien bei knapp 30 Grad im Schatten den Schlechtwetterbericht von Zuhause oder bei freier Bahn den Staubericht von NRW zu hören. 🙂

Bei Ploce endet die Autobahn und es geht auf der Landstraße weiter. Vorbei an kleinen Örtchen mit Hunderten kleiner Böötchen im Wasser geht es auf der sehr malerisch gebauten Küstenstraße, die immer einen tollen Blick auf die vielen, teils unbewohnten Inseln Dalmatiens bietet. Das türkisfarbene Wasser ist einfach ein toller Anblick. 
   
     Bei Neum passieren wir problemlos die Grenze nach Bosnien Herzegowina und wieder nach Kroatien, da Süddalmatien durch einen Korridor von Bosnien Herzegowina, der bis an das Meer reicht, vom Rest-Kroatien abgeschnitten ist. Ein deutsches Paar in einem deutschen Wohnmobil scheint keine Kontrolle der Pässe nötig zu haben, wie finden das super! 🙂 An der Landstraße sind immer wieder kleine Verkaufsstände für regionale Produkte wie Obst, Honig, Olivenöl, Marmelade und gesüßte Mandeln. Wir kaufen ein Schälchen Erdbeeren, vier große Pfirsiche und einige Mandeln zu Preisen wie zuhause, handeln war nicht. 🙂

       Nach einer weiteren Stunde Fahrerei passieren wir Dubrovnik und machen an einigen Aussichtspunkten Fotos. 

   

  

  

Unser Ziel ist der Campingplatz Kate ca. 8 km südlich von der Stadt, wo wir dann auch problemlos einen Platz mit Strom, Wasser und WLAN bekommen. Ich kann den Mobile Router in das Campingplatz WLAN hängen und er spannt ein eigenes WLAN auf, so dass alle Geräte direkt online sind – sehr cool. Schicke Sanitärhäuschen gibt es auch, und es sind mit uns nur ca. 20 andere Camper da, meist Wohnmobile.    

  Wir buchen bei dem freundlichen Platzwart ein Doppelticket für Hin- und Rückfahrt nach Dubrovnik mit dem Wassertaxi, das wird bestimmt Klasse. Die Fahrt geht um 10 Uhr nur 10 min. Fußweg vom Campingplatz entfernt los und endet direkt in der historischen Altstadt, wie für uns gemacht. Wir sind gespannt.   
Nach einem leckeren Steak mit Salat und Nachtisch (Erdbeeren mit Joghurt) haben wir mit die Kindern telefoniert (alles anscheinend gut soweit) und das Chemieklo vom Wohnmobil das erste Mal entleert, danach ist der Reisebericht fällig und dann war es auch schon 23 Uhr und die Augen werden schwer. Es weht ein ordentlich böiger Wind, der das Wohnmobil angenehm durchlüftet, schauen wir mal, wie warm das morgen wird.

WoMo Kroatien 2015, 4. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 22. Mai 2015

Samstag 16.5. – Besichtigung Plitvicer Seen
Heute haben wir den Wecker auf 6:30 gestellt, denn um 9 Uhr fährt täglich der im Campingplatzpreis enthaltene Shuttle-Bus zum Nationalpark, und bis dahin wollen wir geduscht und gefrühstückt sein. Das Wetter ist neblig mit leichtem Nieselregen und von den Bäumen tropft das Wasser schwer runter – Sicht teilweise nur 100m. Nicht besonders ideal für eine lange Wanderung im Nationalpark. Egal – erst mal frühstücken. So gegen 8:30 ist es unverändert, die Prognose lt. Wetter- App ist bewölkt, aber trocken. Wir entscheiden uns, den Tag zu nutzen und machen uns fertig für einen Tag Wanderung bei feuchtem Wetter. 

 

Pünktlich sind wir am Bus, in wenigen Minuten am Nationalpark und für 30€ umgerechnet für das Tagesticket sind wir auf dem Wanderweg. Mit uns eine Horde fotografierender Chinesen. Direkt nach dem Start stoßen wir auf einen Bautrupp mit schweren Maschinen und verschiedenen Absperrungen auf dem Weg, den wir eigentlich gehen wollten. Dann kam der erste Aussichtspunkt auf den ersten der berühmten Wasserfälle weit unter uns und man sah – nichts. Einfach nur Nebel. Man konnte das Wasser schön hören. Wir machen ein Beweis-Selfie vor dem Nebel (also mit nichts als Hintergrund). 🙂

 
Ich befürchtete schon einen völligen Reinfall des Tages, aber wir hielten tapfer durch und gingen weiter den Weg, den wir eigentlich nicht gehen wollten, ganz in der Nähe der Hauptstraße. An einem Abzweig folgten wir den Chinesen herunter in einen trichterförmigen Karst-Einbruch, wo man fast senkrecht über enge in den Fels gehauene Stiegen dann doch hinab zum Wasser gelangt und dann auch wieder an den ursprünglich geplanten Rundweg kommt. Die Fotos zeigen die Perspektive nur unbefriedigend.    

       Unten am Wasser sind wir überwältigt von der Klarheit, man kann auf den Grund sehen wie durch Glas und die Fische schweben darin.    

    Die Wasserfälle entstehen dadurch, dass Kalkhaltige Ablagerungen an den Angeschwemmten Bestandteilen der Vegetation anhaften und über Jahrhunderte zu Dämmen wachsen. Dabei werden immer wieder Teile weggerissen und andere wachsen neu, ein ständig wechselndes Schauspiel. Die ganze Struktur ist ständig in Bewegung. 
Einige der Seen dienten bereits als Filmkulisse, so unter anderem für verschiedene Winnetou-Verfilmungen (u.a. „Der Schatz im Silbersee“)    Hier kann man sehr gut die weißen Kalk-Ablagerungen sehen:   An vielen Stellen kommt man ganz dicht an das Wasser heran.       

Ein netter Besucher macht von uns ein  Foto vor einem der vielen Wasserfälle: 
Die Plitvicer Seen sind ein einmaliges Naturschauspiel und die vielen Kaskaden und bewachsenen Strukturen zwischen den vielen See-Terrassen sind wirklich atemberaubend schön. Auf Holzstegen (ohne Geländer) gelangt man mitten durch die tosenden Wasser und ganz nah an Alles. Wirklich toll gemacht.  

     Insgesamt teilt sich die gesamte Seenlandschaft in mindestens acht Ebenen auf, die durch größere und kleinere Wasserfälle verbunden sind.   an die Nase dieses Gesichtsreliefs haben wohl schon viele Besucher mal angefasst. 😉hier geht es steil abwärts.       

  

Die Malerin versucht, die Farbe des Wassers mit einem Aqurell einzufangen. 

  
In diesem Loch verschwindet das Wasser in einem Strudel- wenige Meter rechts von dem Ort ist der nächste Wasserfall, der sich dort gut 20m in die Tiefe stürzt.      Der Salamander war direkt am Weg an einem Baum.     
Leider kann man die großen Aussichten auf die Wasserfälle wegen des Nebels kaum genießen, aber man kommt so dicht dran, dass wir einen tollen Tag haben. Zwischendurch fahren wir über einen langen See mit einem langsamen Elektroboot…  …und am Ende der gesamten Wanderung fahren wir zurück mit einem Personenbähnchen, was sich als Unimog mit zwei großen Personenanhängern für jeweils 40 Personen entpuppt.  

  

 Am Ende suchen wir eine halbe Stunde nach dem Abholpunkt für den Bus vom Campingplatz und stehen dann eine Stunde doof ‚rum, weil wir zu früh sind. Wir vertreiben uns die Zeit mit Leute gucken und quatschen ein wenig mit zwei netten Motorrad-Campern, die noch nach Albanien und Bosnien Herzegowina wollen. Coole Jungs.

Abends machen wir uns einen gemütlichen Ausklang im Wohnmobil – Heizung an, die leicht feuchten Klamotten überall ausbreiten und erst mal eine heiße Tasse Tee machen. Dann schreibe ich den Reisebericht, während Conny ein leckeres Omelette mit frischen Pilzen zubereitet. Dann Candlelight-Dinner bei Kuschelrock aus dem wirklich guten Philips Bluetooth Sounddock, (Dank an Sally fürs Leihen ;-)) wie könnte ein Abend schöner sein? Anschließend wird gemeinsam gespült und dann machen wir uns bettfertig und gucken auf dem Notebook einige Folgen unserer Lieblings-Fernserie NCIS, natürlich auch mit ordentlichem Klang aus dem Sounddock, nur falls es jemanden interessiert. 😉

WoMo Kroatien 2015, 3. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 22. Mai 2015

Freitag 15.5. – 477km – Österreich – Plitvice

Heute wollen wir bis zum Nationalpark Plitvice in Kroatien, der für seine Seenlandschaft berühmt ist.

Die Fahrt durch Österreich nach Graz führt uns durch viele Tunnel und einige Mautstellen, wo man zusätzlich zu den obligatorischen Vignetten noch extra Maut zahlen darf. Unterwegs rasten wir irgendwo in den Bergen und essen eine Kleinigkeit und vertreten uns mal die Beine.

In Graz finden wir eine Tankstelle, wo wir nochmal den Tank randvoll machen und eine Monatsvignette für Slovenien kaufen (30,-€). Der Übergang nach Slovenien ist noch als Grenzstation sichtbar, aber da das Land mittlerweile dem Schengen-Raum angehört, sind alle Kontrollen verschwunden und man fährt einfach weiter.

In Slovenien hatten wir nur eine kurze Rast und kamen recht schnell an die kroatische Grenze. Das Prozedere mit Ausreise, Niemandsland und Einreise ist mittlerweile etwas ungewohnt, aber ein Pärchen im Wohnmobil aus Deutschland ist offensichtlich keinen Blick in die Ausweise wert, wir wurden direkt durchgewunken.

Hinter der Grenze wollten wir zwei Dinge regeln: Den Kauf einer kroatischen Prepaid-Daten-SIM-Karte für den Huawei Hotspot und das Abheben von kroatischem Geld. Aber es gab weder einen Geldautomaten an der Grenze noch einen entsprechenden Shop (Tankstelle, Kiosk). Nur Wechselstuben, aber Euros zu Wechseln hatten wir nicht genug und an der Grenze soll der Kurs ja auch nicht immer so toll sein… Also haben wir den DutyFree Shop besucht, aber außer hochpreisigem Edel-Zeugs (Kosmetika, Süsskrams, Handtaschen etc.) gab’s nur Tand – schnell raus und weg. 🙂

An der nächsten großen Tankstelle fand sich ein netter Verkäufer, der uns eine Tele2 SIM-Karte mit Aufladung für 75 Kuna (ca. 11,-€) besorgte und mit dem guten alten Nokia 6110 einrichtete (hab‘ ich zur Einrichtung extra mitgenommen, da sie nicht in aktuelle iPhones passt). Die Karte soll dann 3GB Datenvolumen haben – das sollte für uns reichen :-). Die Inbetriebnahme gelingt nicht wirklich und wir hoffen, dass sie vielleicht eine kurze Zeit der Freischaltung braucht und fahren erst mal weiter. Auf der Autobahn bis Karlovac zahlen wir noch zweimal Maut und fahren dann ab, da der Nationalpark Plitvice nur über Landstraßen erreichbar ist. 85km hinter Karlovac erreichen wir den Aurocamp Korona mit Platz für 2500 Camper(!). Ein riesiges, weitläufiges und sehr hügeliges Gelände, wo nur vereinzelt Besucher stehen. Man hat freie Platzwahl und immer wieder mal gib’s Strom, alle Kästen sind offen. Wir kurven eine kleine Platzrunde und finden unseren Standplatz auf einer kleinen Anhöhe halb unter Bäumen neben einem Stromkasten.

  

  
Wir finden, wir haben uns ein Restaurant-Essen verdient und Essen lecker Steaks, allerdings für kroatische Touristen-Spezialpreise.

War lecker, aber morgen Abend gibt es wieder was Selbstgemachtes. 🙂

Abends checken wir noch die hervorragenden nagelneu errichteten Sanitär-Anlagen und freuen uns schon auf die neuen Duschen am nächsten Morgen. Internet ist eine große Pleite, denn ausgerechnet das Netz von Tele2, wo wir die PrePaid Karte besorgt haben, hat hier keinen Empfang. Na toll. Abends beginnt es zu regnen – macht nix, wir sind ja schön im Trockenen, und beim Prasseln des Regens auf das Wagendach schlafen wir ein.

WoMo Kroatien 2015, 2. Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 15. Mai 2015

Morgens war es etwas frisch im Auto und da hab‘ ich erst mal die Standheizung angeworfen – klappt, und wie! 😉 Dann haben wir die schönen Duschen mal ausprobiert und anschließend lecker im Auto gefrühstückt. Anschließend noch flott ein paar Fotos gemacht und ab ging’s Richtung Autobahn 3 nach Passau.

Der Tag vergeht mit fahren und Pausen alle 2 Stunden.

Vor der Grenze kaufen wir für 8,70€ die obligatorische Österreich-Vignette für 10 Tage und lassen die Tankstelle in Suben bei 1,40€ pro l Diesel rechts liegen und halten bei einer kleinen Ortstankstelle bei Ried, die wir über eine App gefunden haben, aber der Klingelknopf „Für Bedienung bitte klingeln“ hat keinen Effekt. Ok, ist ja auch Feiertag (Christi Himmelfahrt). Ein netter Einheimischer erklärt uns den Weg zu einer Alternative und nach 980km seit Moers erreichen wir schon tief in Reserve die rettende Zapfsäule und füllen 85l Diesel für 1,12€ ein. 😉

Nach 45 Minuten erreichen wir den Almtal Camping in Österreich im Traunkreis (18,-€ plus 4,40€ Vorbestellung für frische Brötchen und Brezeln für die Fahrt) und machen erst mal mit dem ersten der praktischen Einweg-Grills aus Alufolie leckere Steaks. 😉

Wohnmobilurlaub Kroatien 2015 – erster Tag

Posted in Allgemein by Marcel on 15. Mai 2015

[Kroatien 2015]
Wir sind aufgeregt, denn heute holen wird’s Wohnmobil ab, und dann machen wir unseren ersten Wohnmobil-Urlaub. Der Morgen vergeht mit dem Abarbeiten der Packliste und das Wohnzimmer sieht aus wie ein Trümmerhaufen. Um 11 sind wir beim Vermieter und nach einem kurzen Kreditkarten-Scan und Kopien von Führerschein und Personalausweis geht’s zur Einweisung in die Technik des Mietfahrzeugs. Wir werden die nächsten 19 Tage in einem LMC Cruiser 592 auf Fiat Ducato Basis verbringen. Das Auto ist 2,40m breit, 2,80m hoch und 6m lang und wiegt fahrbereit 2,8t, darf max. 3,5t wiegen. Alles funktioniert und um 13 Uhr sind wir wieder Zuhause und beginnen das Beladen.

Danach noch eine letzte Dusche Zuhause, der Abschied von den Kids und auf geht’s zu meinen Eltern, Wohnmobil zeigen, was essen und dann auf die Piste.

Eigentlich wollten wir noch auf den Campingplatz Sonnenstrand bei Oberwesel am Mittelrhein, aber der war schon voll und so sind wir auf den Platz „Loreleyblick“ in St. Goar ausgewichen. Ein schöner, offener Platz direkt am Rheinufer mit Blick auf den berühmten Felsen. Wir haben 23,-€ für Wohnmobil und zwei Personen inkl. Stromanschluss bezahlt, finden wir ok. Da wir schon bei den Eltern gegessen hatten, gab es nur ein kleines Abendbrot. 😉

Die Nacht wurde immer wieder vom Rauschen der durchfahrenden Züge beschallt, aber wir haben gut geschlafen, Zuhause ist unser Schlafzimmer ja auch zur Straße. 😉